Reportagen aus der Nachhaltigkeits-Gesellschaft, hier: die Liquidation der deutschen Solar-AGs

Aus der (unschwer begonnenen und leicht weiterzuführenden) Reihe „Reportagen aus der Nachhaltigkeits-Gesellschaft“:

http://www.handelsblatt.com/finanzen/aktien/aktien-im-fokus/niedergang-solar-pleitewelle-vernichtet-milliarden-seite-all/6865816-all.html

Mehr als 20 Milliarden beträgt der bisherige Wertverlust der Aktien der deutschen Solarfirmen. Statt 25 Milliarden, dem früherem Börsenwert der Branche, sind nun noch schäbige 1,12 Milliarden übrig, schreibt das „Handelsblatt“. Die meisten Firmen sind in Abwicklung und eine Wieder-Erholung  ist ausgeschlossen. Die Stromkunden haben viele Milliarden extra für Solarstrom bezahlt, der lange Zeit mit etwa 45 Ct. pro kWh  vergütet wurde und weiterhin einen erheblichen Faktor der ständigen Steigerungen der Strompreise bildet. Die Anleger haben ihr Kapital verloren und die Beschäftigten sind arbeitslos.

Wo ist das Geld? Auf den Konten von prolo-protzigen Multimillionärstypen wie Frank Asbeck[1], auf den Konten der – leider nicht seltenen – so überaus sozial denkenden Mitbürger mit ihren Solardächern, die der Allgemeinheit Strom für 45 Cent verkaufen, selbst etwa nur die Hälfte dafür bezahlen und die Differenz einstreichen, darunter viele Bauern; in den Bilanzen der Handwerksbetriebe, die mit der Installation der Solaranlagen verdienen, und vor allem der Banken, die die ganze prekäre Geschäftemacherei organisieren und ermöglichen.  Netto dürfte allerdings doch eine erhebliche Kapitalvernichtung herausgekommen sein, jedenfalls aber hat die Stromversorgung des Landes durch Solar- wie Windkraft an Stör-Anfälligkeit gewonnen und an Bezahlbarkeit verloren. Die De-Industrialisierung kommt voran. Mit einem Wort: Nachhaltigkeit pur, wie allenthalben unter diesem pervertierten Kapitalismus und seinen Politfunktionären in SPD, CDU-CSU, Grünen und dem übrigen Parteienapparat.


[1] zur Kursentwicklung seiner Firma Solarworld, des bisherigen Stars der deutschen Solarszene: derzeit 1,22 € mit weiterer Abwärtstendenz, s. z.B.  godmode-trader.de/nachricht/SolarWorld-Das-geht-wohl-noch-deutlich-tiefer-Solarworld,a2873175.html

 

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Verena Becker und Beate Zschäpe

Nur wenige Medienbeiträge erinnern anläßlich des Endes des Prozesses gegen Verena Becker an die Zusammenhänge von Terrorismus (Beispiele RAF und „NSU“) mit den Staatsorganen wie Verfassungsschutz, Bundesanwaltschaft etc. Immerhin schreibt Wolfgang Kraushaar in „Cicero“  dazu einigermaßen deutlich:

http://www.cicero.de/berliner-republik/raf-verena-becker-prozess-nsu-die-beate-zschaepe-von-links/51157

Ein an Peinlichkeit kaum zu überbietendes Gegenbeispiel liefert Reinhard Müller, einer der wichtigsten Redakteure in der “FAZ”:

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/urteil-gegen-verena-becker-schwer-ertraeglich-11812512.html

Ich verweise nochmals auf die bereits 20 Jahre und mehr zurückliegenden Aufdeckungen von Hartmut Dicke, s. meinen Beitrag v. Mai 2012

https://www.waltergrobe.de/2012/05/19/zaher-widerstand-des-staates-gegen-aufdeckung-der-rolle-von-verfassungsschutz-und-justiz-die-falle-bubackbecker-u-v-a-m/

und die kurze Notiz zur Mordserie des sog. NSU:

https://www.waltergrobe.de/2011/11/20/die-neonazis-und-das-sog-versagen-der-sicherheitsorgane/

 

 

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Protestaufruf von Wirtschaftsprofessoren gegen die öffentliche Haftung für die privaten Bankenschulden in Europa

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/protestaufruf-der-offene-brief-der-oekonomen-im-wortlaut-11810652.html

 

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Welche Konzessionen hat Merkel auf dem EU-Gipfel gemacht? Und ein Blick auf die Londoner City

http://www.telegraph.co.uk/finance/comment/liamhalligan/9366983/Italy-has-won-this-euro-battle-but-not-the-war.html

Interessanter Beitrag des „Telegraph“-Kommentators Liam Halligan. Er meint, trotz solcher Beschlüsse des EU-Gipfels wie der Direktfinanzierung von Pleitebanken aus EFSF bzw. dem beabsichtigten ESM behalte Deutschland  eine ausschlaggebende Position, wenn es um die praktische Umsetzung gehen werde.

Im zweiten Teil findet Halligan deutliche Worte zur Verkommenheit und den absurden Ausmaßen des britischen finanzkapitalistischen Wasserkopfes namens City of London.

 

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