Kritik an Verfahren der Pharmaindustrie – Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen

 

Die englischsprache medizinische Fachzeitschrift “The Lancet” dokumentierte am 4. Juni 2011 einen Offenen Brief von Klinikärzten und Wissenschaftlern an die Regierung Großbritanniens:

http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736%2811%2960802-7/fulltext

Es wird auf schwere Probleme mit Arzneimitteln und der Methodik der Pharmakonzerne  hingewiesen:

–           Gesundheitliche Schäden durch Arzneimittel haben nach Schätzungen der EU-Kommission im Jahre 2008 zum Tod von fast 200.000 Menschen in der EU geführt.

–          Mehr als 90% der neuen Medikamente fallen in klinischen Tests durch. Die Entwicklungskosten für diese Fehlschläge gehen in die Kosten der Medikamentenpreise ein.

–          Hauptursache für die Ineffektivität und Schädlichkeit der Prozeduren liegt nach Ansicht der Verfasser des Offenen Briefs in der generellen Methodik, Ergebnisse von Tierversuchen auf den Menschen übertragen zu wollen.

 

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Neue Techniken zum Umgang mit dem sog. „Atommüll“

Die „FAZ“ berichtet über Forschungen zur kernphysikalischen Umwandlung von strahlenden Stoffen, die im Betrieb von Kernkraftwerken entstehen und in der bundesdeutschen Ideologie als „Atommüll“ bezeichnet werden.  Bei der sog. Transmutation werden bspw. Isotope mit hoher Halbwertszeit wie Plutonium 239 (24.000 Jahre)  gespalten in Caesium-134 mit einer Halbwertszeit von nur noch zwei Jahren und das stabile Isotop Ruthenium-104, wie die Zeitung schreibt.

http://www.faz.net/artikel/C30950/transmutation-die-zauberhafte-entschaerfung-des-atommuells-30445684.html

Die kernphysikalischen Prinzipien dabei sind längst bekannt, v.a. durch Arbeiten des italienischen Physikers Carlo Rubbia aus den 80er Jahren. S.a. den Artikel „Transmutation“ in wikipedia.

Nunmehr wird in Belgien eine Anlage für einen großtechnischen Versuch errichtet.

In Deutschland ist die Angstmacherei mit dem langlebigen „Atommüll“ seit Jahrzehnten Standard. Es war schon immer klar, daß sie prinzipiell falsch ist, weil sie unterstellt, daß die Wissenschaft niemals neue Erkenntnisse über den Umgang mit diesen Stoffen gewinnen werde und in zehntausenden von Jahren die Menschheit noch immer vor denselben Problemen stehe wie heute. Der Blödsinn diente noch unlängst einem hochrangigen Meinungsmacher wie Frank Schirrmacher  (Mitherausgeber der „FAZ“) dazu, die Fukushima-Panik anzuheizen, allen Befürwortern der Kernenergie intellektuelle Unredlichkeit zu unterstellen – weil sie ang. die Menschheit mit einem solchen ungelösten Problem allein lassen wollten – , und die Ausstiegspolitik der Merkel-Clique propagandistisch abzusichern.

Erneut wird der systematische und verbrecherische Charakter der Abschneidung der deutschen Bevölkerung und Medienkonsumenten vom Stand der Wissenschaft und Technik, ihre systematische Verängstigung durch Anti-Aufklärung zum Zwecke besserer politischer Manipulation deutlich.

Da die politisch und medial Verantwortlichen dafür zu sorgen wissen, daß die Information über Techniken wie die Transmutation von strahlendem Material in Nischen verbleibt, würden wir wahrscheinlich noch in –zig Jahren mit dem staatsoffiziellen Blödsinn behelligt, wenn es nach ihnen ginge. Die Halbwertszeit politischer Lügen in Deutschland ist leider extrem hoch, und wenn der sog. Atommüll längst der Verkürzung  seiner eigenen Halbwertszeiten anheimgefallen ist, wird dieser politische und journalistische Abschaum neue Varianten erfunden haben – wenn er bis dahin nicht endlich beseitigt wurde.

Auch dafür darf man gewisse Hoffnungen haben. Nichts bleibt unverändert, weder Plutonium 239 noch die politische Landschaft.

Die Sache hat natürlich auch einen Haken. Das, was in Deutschland als „Atommüll“ bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit wertvoller Rohstoff.  Er kann zu großen Teilen erneut zur Stromproduktion oder anderen Zwecken verwendet werden, bevor die geringen Reste übrigbleiben, mit denen vielleicht – nach dem derzeitigen Stand der Technik – tatsächlich nicht mehr viel anzufangen ist. Wenn die deutsche Politik die Transmutationstechnik nur unter dem Aspekt der Vernichtung dieser Rohstoffe einsetzen sollte, wäre das ein weiteres Kapitel der Vernichtung von Kapital – man könnte hier sogar unter bestimmten Aspekten sagen: von Volksvermögen, auch wenn rein juristisch diese Stoffe Eigentum bestimmter Kapitale sind. Dem  müßte entschieden widersprochen werden, ebenso wie schon seit langem der sog. nichtrückholbaren Endlagerung von „Atommüll“.  Techniken wie die der Transmutation, ebenso wie die verwandte Brütertechnik, müssen entwickelt werden zur Erweiterung der Palette an nuklearen Nutzmaterialien und natürlich ebenso zur Vergrößerung der Sicherheit des Umgangs mit ihnen, nicht aber zu ihrer Eliminierung und Verknappung.

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Das kommende große Stromsparen

http://www.heise.de/tp/artikel/34/34978/1.html

Die “Große Transformation” läuft…  zur Mangelökonomie und Zwangsbewirtschaftung. Danke, Merkel und Oettinger.

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Griechenland: die Forderungen der Finanzwelt sind ein Faß ohne Boden. Dieses System muß durchbrochen werden

Wenn sog. Finanzspritzen in Höhe von 120 oder bald 200 Mrd. € nicht ausreichen, um den griechischen  Staatshaushalt vor dem Bankrott zu retten, muß man das meines Erachtens  folgendermaßen lesen: Banken und andere finanzkapitalistische Organisationen halten diesen griechischen Staatshaushalt und die dortigen Regierungen als Quelle unerschöpflicher Zuflüsse fest im Griff und gedenken über diese „Schnittstelle“ offenbar noch viel mehr herauszuholen als schlappe 200 Millarden.

Das griechische Bruttosozialprodukt beträgt offiziell ca. 230 Mrd. €, also sind da längst alle Proportionen verloren gegangen und es handelt sich in Wirklichkeit um die Verfestigung der Abzocke des europäischen Bürgers durch das europäische und das weitere internationale Finanzkapital. Dabei darf man nicht aus den Augen verlieren, daß erhebliche Teile der reichen Oberschichten in Deutschland wie auch in den anderen Ländern zur Basis dieser Finanzinstitutionen gehören und mit ihnen nach noch mehr Profit schreien.

Offenkundig übersteigen die Forderungen des Finanzkapitals längst alles, was die griechische Wirtschaft jemals an Steuern wird erbringen können; nun fordert es weitgehende Enteignungen griechischen Volksvermögens (ausgenommen natürlich das der wirklichen Reichen Griechenlands; das ist längst in sichere Auslandsdepots verbracht und fungiert als Teil ebendesselben Finanzkapitals). Der griechische Bürger soll nun den enggeschnallten Gürtel, die Überschreibung (sog. Privatisierung) von staatseigenen Betrieben und sogar von Teilen des griechischen Bodens akzeptieren. Darüberhinaus fordert das Finanzkapital eine besondere Form der europäischen Solidarität, eine ganz und gar nach seinem Geschmack gestrickte, nämlich daß die anderen Staatshaushalte gleichfalls für seine privaten Ansprüche haften.

Wenn es in Griechenland Proteste gegen die Diktatur der Banken und der mit ihnen verbundenen Regierungen, gegen die EU-Bürokratie, die EZB und den IWF gibt, dann sollten sie von den Bürgern der übrigen europäischen Länder unterstützt werden, denn vom gleichen finanzkapitalistisch-regierungsbürokratischen Moloch werden auch sie längst abgezockt, oder werden jedenfalls in Zukunft abgezockt werden, in einem Ausmaß, das vielen heute noch außerhalb ihrer Vorstellungskraft liegt. Sie sollten sich klar machen:  Staatsbankrotte a la Griechenland stehen auch in anderen europäischen Ländern an, weil die Struktur ähnlich ist. Auch in den meisten anderer Ländern laufen die Forderungen des Finanzkapitals aus den überbordenden Staatsschulden auf Enteignungen von großen Massen von Bürgern in krassen Ausmaßen und Formen hinaus, auch in Deutschland.

Die herrschenden politischen Kräfte haben allenthalben in den Staaten ihre Staatshaushalte in die Überschuldung getrieben, und das bereits deutlich vor der Krise. Um die sozialen und politischen Widersprüche zu überdecken und der Gier der Reichen nachzukommen, haben die Regierungen in den letzten etwa zwei Jahrzehnten sich in einem nie gesehenen Maß verschuldet und dergestalt die Grundlage für ständig radikalere Erpressungen durch das internationale Finanzkapital geschaffen, die jetzt in Form der offenen Finanzkrise durchgezogen werden sollen.

Jetzt wird gegen Griechenland gehetzt, als werde der deutsche Steuerzahler für die Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit der griechischen Bürger in die eigene Staatspleite getrieben.

Falsch.

Die griechische Pleite ist nur eine Facette, nur ein kleiner Teil der internationalen Bankrotteurspolitik des Finanzkapitals, mit der die Länder noch ganz anders ausgenommen werden sollen als bisher, und die deutsche Regierung ist wie wenige andere mit diesem Finanzkapital, mit seinen kriminellen Machenschaften, seinen internationalen Schneeballsystemen verbandelt. Zu seiner Rettung hat sie, nachdem 2007/8 die Bankrotteurspolitik international zur offiziellen Linie erklärt wurde, dem Finanzkapital schon Tausende von Milliarden zur „Rettung systemrelevanter Banken“ hinten hineingeschoben, die in den kommenden Jahrzehnten vom deutschen Bürger aufgebracht werden sollen. Darüberhinaus will sie den Banken, und auch gewissen tragenden Elementen des deutschen Kapitalismus überhaupt, durch die radikale Umstellung auf sog. erneuerbare Energien noch weitere Billionenpfründen eröffnen. Solche Finanzmassen sind locker das Fünfzigfache dessen, was jetzt in die Griechenland-Affäre reingepumpt werden soll und ein enormes Geschrei auslöst.  Wenn der deutsche Bürger sich mit seiner Regierung in dieser Politik arrangieren und statt in dieser selbst das Erzübel in einem Nebenakteur wie Griechenland sehen will, kann man ihm nicht mehr helfen.

Die deutsche Staatspleite ist längst gegeben, ihr Ausbruch ist schon längst fällig, wird aber noch hinausgeschoben, weil der deutsche Staat derzeit einer der wichtigsten Bündnispartner des Finanzkapitals bei der Eintreibung  seiner Forderungen von den Bürgern der schwächeren Staaten, aber zunehmend auch von den eigenen ist und für solche Zwecke noch gebraucht wird – bis auf weiteres.

Man sollte in der Griechenlandfrage also die Größenverhältnisse, die politischen Verantwortlichkeiten, die zum geringeren Teil in Griechenland selbst liegen (wo allerdings eine offensichtliche verbreitete Korruption herrscht – aber etwa nur dort?), den gesellschaftlichen Charakter der internationalen Finanzkrise und ihre Hauptakteure nicht außeracht lassen. Sonst hat man die wichtigsten Bezugspunkte nicht.

Daß deutsche, französische und auch andere internationale Banken vor einem griechischen Staatsbankrott warnen, weil im Zeichen der Verflochtenheit ihrer spekulativen Kanäle bei mehr oder weniger allen neue Löcher in den Bilanzen erscheinen und weitere Wellen von Bankrotten auslösen würden, versteht sich. Davon sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Auch daß in diesem Fall das Tauziehen mit den USA und anderen, in welchem Block zuerst die nächste Stufe des ganz großen Bankrotts ausbricht, vielleicht zu Ungunsten Europas beeinflußt würde, darf hier kein oberster Gesichtspunkt sein.

Wichtig ist das System zu durchbrechen. Wo das geschieht, wird es auch am ehsten und gründlichsten wirtschaftliche Erholungen geben.

Es ist für mein Verständnis richtig, wenn auch zu wenig, daß verlangt wird, daß die Großgläubiger Griechenlands wenigstens einen Teil ihrer Forderungen (die übrigens wahrscheinlich längst schon zehnmal verzinst sind) abschreiben müssen, und es kennzeichnet die ganz besonders destruktive und kriecherische Rolle von Merkel, daß sie diesen erneut die Stange hält und es ihnen freistellt, auf das eine oder andere Prozentchen zu „verzichten“. Mit Wahrung der europäischen Einheit, insbesondere des guten Verhältnisses zwischen Frankreich und Deutschland hat das wenig zu tun, sondern mit der Konservierung der Unterordnung der europäischen Verhältnisse unter das kriminelle finanzkapitalistische System und die mit ihm verbandelten Regierungen, Parteien und Bürokratien. Wenn Merkel zusammen mit Sarkozy sogar engste Kumpane wie Schäuble desavouiert (wie es scheint – jedenfalls wenn man annimmt, daß der seine Forderung ernst meint), dann bringt die Zuspitzung der Krise offenbar auch die höchsten Zirkel durcheinander, wenn auch noch nicht genug.

Mit diesem doppelten Überbau, diesem Tandem der Regierungen als Nehmer und der Finanzwelt als Geber von völlig unterjochenden Krediten, ist keine aktuelle Lösung, sind erst recht keine Weiterentwicklungschancen für die europäischen Länder und ihren Zusammenhalt mehr gegeben. Wie die Deutschen ebenso wie die Franzosen, die Griechen und die anderen sich davon loswinden können, welche ersten Schritte jetzt möglich sind, um der Gier und dem Ruin wenigstens teilweise erst einmal Einhalt zu gebieten, sollte überlegt und diskutiert werden.  Ohne die Abservierung von solchen krassen perspektivlosen Werkzeugen und Verwaltern des finanzkapitalistischen Kaputtwirtschaftungssystems wie Merkel als ersten Schritt wird man nichts erreichen.

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